Warum eigentlich Nordkirchen?

Es ist keine Woche mehr, dann ist das erste Ja-Wort fällig. Wenn ich dieser Tage erzähle, dass ich in Nordkirchen auf dem Schloss heirate, werde ich zumindest gefühlt komisch angeguckt. “Oh, das ist aber posh”, ist das Gefühl, was mir durch den Blick meines Gegenübers suggeriert wird. Dabei ist es eigentlich eher ein Zufall, dass wir im Trautürmchen des Schlosses heiraten.

Schon in den ersten Überlegungen unserer Hochzeit gab es ein Vereinbarung, dass, wenn wir die standesamtliche und die kirchliche Hochzeit trennen, wir dann zumindest eines von beiden in unserer Heimat Münster machen wollen. Da es meiner Freundin stets sehr wichtig war, in einer schönen und kleinen Kirche zu heiraten, gingen wir beide davon aus, gerade bei der Ürtlichkeit für die kirchliche Trauung flexibel sein zu müssen. Also konzentrierten wir uns bei der Standesamtlichen auf die Stadt Münster.

Doch zunächst einmal stand die Terminplanung auf dem Programm. Wenn man Beruf, Studium, Familie aus ganz Deutschland und ein paar Freunde und Bekannte berücksichtigen will, wird der Terminkalender ganz schnell sehr eingeengt. Am Ende blieb fast nur noch dieser 1. Oktober, also kommenden Samstag.

Damit in der Tasche, wanderten wir zum Standesamt nach Münster – einer unser ernüchternsten Termine. Wir kamen raus und da waren sie wieder, unsere drei Probleme: Wir hatten keinen Termin, keinen Ort und auch die Vorstellung mit unserem neuen Familiennamen war auch ad acta gelegt.

Der groÜe Trausaal im Lotharinger Kloster stand am 1. Oktober nicht zur Verfügung. So ein Mist. In unserer Verzweifelung riefen wir dann in Nordkirchen an, denn dort wussten wir, dass Termine flexibler – gegen Aufpreis versteht sich – vergeben werden.

Dort hatte man noch genau einen Termin am 1. Oktober auf Schloss Nordkirchen frei. Wir haben sofort zugeschlagen…

So kommt es, dass wir auf einem Schloss heiraten, obwohl wir eigentlich in ein Kloster wollten. Ach, die kirchliche Hochzeit feiern wir übrigens im August 2012 in der Dyckburgkirche in Münster. Das ist aber noch mal eine ganz andere Geschichte, die zu anderer Zeit aufgeschrieben wird.

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