Dirtroad vs. Guided Tour

Geschrieben 10. September, 21:30 Uhr, Venice Beach, Los Angeles

Eine Vormittagsbesichtigung des amerikanischen Krankenhauswesens lieÜ den Plan zerschellen, an den Lake Powell zu fahren. Stattdessen machten wir uns am Mittag Richtung Mounment Valley auf. Darüber hatten wir im Vorfeld bereits viel gehört. Die Einen sagten, es würde sich nicht lohnen, die Anderen erzählten begeistert davon, wie toll dort doch alles sei. Wir überzeugten uns selbst. Fünf US-Dollar kostet der Eintritt zum Valley, weil das Gebiet den Indianern gehört, gilt da kein Pass für die National Parks.

Vom Visitor Center aus hat man den besten Blick auf die Felsbrocken. Und ja, es ist doch sehr beeindruckend. Die Felsen wirken gerade in der späten Nachmittagssonne besonders rot.  Wenn man näher ran will an die Felsen, muss man eine ca. 17 Milen lange so genannte “Dirtroad” befahren. Eine StraÜe also, die den Namen nicht verdient. Bereits nach wenigen hundert Metern drehten wir wieder um, weil die Schlaglöcher so manigfalig und so tief waren, dass wir uns nicht sicher waren, ob unser Mietauto das überlebt. Jetzt wussten wir, warum es Autoverleiher gibt, die explizt das Befahren von Dirtroads verbieten.

Tja, sehr schade, aber lieber so, also ein abruptes Ende der Tour wegen Achsbruch. Doch mit unserem Latain waren wir damit noch nicht am Ende. Die lieben Rothäute boten auch Guided Tours an. Dort sitzt man dann auf umgebauten Trucks uns rumpelt über die Road. Gerne hätten wir das gemacht, doch 70 US-Dollar erschien uns für die gut 17 Milen dann doch zu viel Geld. Vor allem auch deswegen, weil die Felsen natürlich von nahem nicht mehr so wirken wir zusammen aus der Ferne. Also entschlossen wir uns, nach kurzem Aufenthalt wieder zufahren. Knapp 300 Milen An- und Abfahrt für ein, zwei Mal gucken. Auch das gibt es wohl nur in Amerika.

Wer jetzt Recht hat? Die Einen oder die Anderen? Keine Ahnung. Ich kann beide Meinungen nachvollziehen.

Schreibe einen Kommentar