Sodann vs. Köhler

Es gibt Abende an denen freut man sich auf Fernsehen und es gibt Abende da zappt man rastlos hin und her. Gestern konnte ich nicht so schnell schalten wie ich wollte, um diesen ganzen politischen Müll aus dem Kopf zu kriegen. Im ZDF produzierte sich Frau Y. und hatte ihren Schäfer-Gümbel mit im Gepäck. Er durfte auch mal das deine Eine oder Andere sagen. Wer aber immer noch die Hosen an hat in der Hessen-SPD ist klar: Die Frau, die das eine Verpsrechen gebrochen hat, um das Andere zu halten. Ein Witz, dass diese Frau noch was zu sagen hat.

Im Ersten lief fast paralell Sandra Maischberger. Sie hatte Peter Sodann, Tatort-Schauspieler und neuerdings Imitator eines Bundespräsidenten-Kandidaten der Partei “Die Linke”, zu gast. Was dieser Mann zum Besten gab, kann einen nur erschauern lassen.

So gab er an, er sei Kommunist. Das wurde von Frau Maischberger auch ohne weiteres hingenommen. AuÜerdem weiÜ er noch nicht, wie er zu der Forderung der Linken, Deutschland müsse aus der NATO austreten, steht. O-Ton Sodann: “Ich habe ja noch knapp 6 Monate Zeit.” Entschuldigung, aber in was für einer Zeit leben wir eigentlich, dass ein Bundespräsidenten-Kandidat solche Aussagen treffen darf, ohne dafür mit Üchtung gestraft wird? Es bewirbt sich ein Mann um das höchste Staatsamt, der offensichtlich die Demokratie nicht für die beste Staatsform hält und der keine Meinung dazu hat, ob Deutschland in einem militärischen transnationalen Friedensbündnis verbleiben soll.

Fast auf den Tag genau 19 Jahre nach dem Fall der Mauer und fast auf den Tag genau 70 Jahre nach der Reichspogromnacht, herrscht offensichtlich ein neuer Extremismus in Deutschland. Es ist die Aufgabe von allen, die die Eine oder die andere Zeit erlebt haben, davon zu erzählen, um den Menschen die Augen zu öffnen. Es ist an uns, Leuten wie Sodann entschlossen entgegen zu stehen und zu sagen: Nein, in Deutschland ist genauso wenig Platz für Kommunisten wie für Nationalsozialisten. Deutschland bleibt, was es ist: Eine stabile Demokratie, ein Friedensgarant in Europa.

Zum Glück wurde Sodann nur eine viertel Stunde Zeit für diesen Unsinn eingeräumt. Wer aber dachte, dass es jetzt besser wird, sah sich getäuscht. Weiter ging es unter anderem mit den Gästen Heiner Geissler und Günter Walraff. Nahezu reflexartig drückte ich auf den einen Knopf: Aus!

Best Wisches

Schreibe einen Kommentar