Männer vs. Frauen

Wie gut, dass ich nicht mehr studiere. Als so genannter Alumni verfolge ich dennoch die Geschehnisse an “meiner” Uni. Insbesondere schaue ich immer mal wieder, was es denn neues in der Hochschulpolitik gibt. Und da tut sich eine Menge. Aktuell ist ein AStA am Werk, der sich irgendwie untereinander nicht grün ist, obwohl die GAL beteiligt ist. Deshalb bedarf es auch gleich dreier AStA-Vorsitzender, die aber rechtlich so nicht genannt werden können. Und einer ist als Finanzer im AStA, der in den 90igern (!) bereits Student und im AStA war: Rudi Mewes. Schon schlimm, wenn man vor lauter pragmatischer und konstruktiver Politik keine Zeit zum studieren hat. “Keine Macht den den Studiengebühren” und “auch Langzeitstudiengebühren sind übelstes Teufelswerk” (nur dass der Teufel jetzt gelb ist). Ach, Entschuldigung, ich werde polemisch und rege mich auf, das wollte ich nicht.

Aktuell findet in Potsdam die Mitgliederversammlung des “fzs”, des freien Zusammenschlusses von StudentInnenschaften, statt. Diese ist extra einberufen worden, weil man bei der letzten MV nicht alle Anträge besprechen konnte – löblich, löblich. Natürlich ist auch eine Delegation aus Münster vor Ort. Und der neue Üffentlichkeitsreferent, Alt-AStA-Vorsitzender Veith Lemmen, berichtet von der Veranstaltung.

Ein Highlight dieses Protokoll! Ich muss schon sagen, mein lieber Schwan und vor allem liebe Schwäninnen, da werden die ganz heiÜen Eisen angefasst. Wie soll die Quotierung der Rednerlisten aussehen? Müssen gleichviele Frauen wie Männer draufstehen? Und vor allem, müssen diese wohl auch abwechselnd reden? Oder reicht die “hart quotierte RednerInnenliste”? Wie es sich für eine richtige Diskussion im Mikrokosmos Hochschulpolitik gehört, wurde auch wieder mit dem “Demokratieverständnis” argumentiert. Ach, herrlich, ich kann mir diese Diskussion lebhaft vorstellen. “Demokratie für alle – auch für Frauen” – Jawohl!

Als einziges, aber wie ich finde auch wichtigstes Ergebnis, können wir laut des kleinen Protokolls entnehmen: Die Männer sind – wie immer – zufrüh gekommen – nämlich aus dem Männerplenum am Vormittag. Und während die Männer sich schon übers Essen hermachten, wurde im Frauenplenum noch rumgezickt diskutiert.

Bitte fahrt doch alle wieder nach Hause und spielt in eurem eigenen Sandkasten. Erspart der Umwelt den CO2-Ausstoss und den Studierenden der Hochschulen die Kosten, die eure Fahrt nach Potsdam verursacht. Das wär mal eine pragmatische Politik!

Best Wisches

1 Kommentar von "Männer vs. Frauen"

  1. HK's Gravatar HK
    23 Juli 2008 - 3:56 pm | Permalink

    Der neue Münsteraner AStA-Finanzminister ist seit Dekaden segensreich in der studentischen Selbstverwaltung aktiv. Ich selbst hatte das Vergnügen, als ich im Wintersemester 1997/1998 in Münster zu studieren begann, ihn als AStA-Vorsitzenden zu erleben. Seine Spezialität waren Rudi-Dutschke-Zitate. Wenn man nun überlegt, dass bald mit den Jahrgängen 1988 und 1989 die ersten Studenten nach Münster kommen, die rein biologisch von Rudi (Jahrgang 1972) abstammen könnten, so wird der AStA zu Mehrgenerationenhaus und das sollte ein Lob wert sein.

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