Münte vs. Schumi

SPD-Chef Franz Müntefering ist nicht begeistert über die Spende, die Michael Schumacher getätigt hat. Wie Müntefering dem “Nachrichtensender” N24 gegenüber gesagt hat, hält er nichts davon, dass einer Millionen spendet, der sonst keine Steuern zahlt. Da seien ihm die 50 Cent von einem “normalen” Menschen lieber. AuÜerdem nennt er Schumi eitel, weil bei der Spende die Rede von 10 Millionen US-Dollar und nicht von 7,5 Millione Euro war.
Es kann sicherlich spekuliert werden darüber, warum Schumacher in der Schweitz und nicht in Deutschland lebt. Dass dabei auch in den Sinn kommt, dass Schumi steuerliche Vorteile dadurch genieÜt, dass er die Steuern in der Schweitz und nicht in Deutschland abführt, halte ich ebenfalls für normal. Doch warum gehen denn die Millionäre ins Ausland? Weil das Steuersystem undurchsichtig und die Steuern wahrscheinlich zu hoch sind. Die Schuld daran muss man bei den Politkern suchen, nicht bei denen, die das Geld haben.
Im übrigen steht die überaus groÜzügige Spende, die keineswegs selbstverständlich war, wie andere Millionäre bewiesen haben, in keinem kausalen Zusammenhang zur vermeindlichen Steuerflucht Schumachers. Und ob sich dabei überhaupt um eine Flucht handelt, ist frag- zumindest aber auch diskussionswärdig.
Also mal wieder eine unqualifizierte Aussage eines Vertreters einer Regierungspartei. Aber woran man sich in sechs Jahren nicht alles gewöhnt hat. Leider auch an viel zu viele unqualifizierte Aussagen aus der Opposition.

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