Das Magisterprüfungsamt

Ich weiÜ wir Magisterprüflinge sind eine aussterbende Rasse. Von mir aus. Dennoch sind die dort herrschenden Zustände eine Farce. Um das vorneweg zu schicken. Die Damen (sicher mag es auch Herren dort geben, aber ich hatte noch mit keinem zu tun) sind immer sehr nett und erwecken auch den Eindruck hilfsbereit zu sein. Ich will ihnen auch in keinster weise unterstellen, dass sie faul wären, sondern ich glaube, dass der Laden personell vielleicht einfach unterbesetzt ist. Es ist jedenfalls eine Unverschämtheit ein solches Prüfungsamt erstens lediglich an vier von fünf Werktagen zu öffnen und zweitens dies lediglich in der Zeit von 9.30 bis 11.00 Uhr zu tun. Das sind 1,5 Stunden pro Tagen, also nur sechs Stunden in der Woche. Freitags bleibt das Amt einfach mal ganztägig zu. Ein Zufall, dass es ausgerechnet der Freitag ist? Na, ein Schelm, wer böses denktâ?¦

In der Ferien-/ Urlaubs- und Klausurenzeit ticken die Uhren dann gleich noch mal anders. In NRW sind die Schulferien bereits längst zu Ende, aber an der Uni ist die Vorlesungszeit ja noch nicht so lange rum. Jedenfalls hat das Büro für die Buchstaben L-Z in dieser Woche einfach mal zu. Folgerichtig steht auch an der Tür, dass man sich in dringenden Fällen an die Vertretung, also an das Büro für die Buchstaben A-K, wenden soll. Doch dummerweise sind wir angeblich gerade in der Klausurenphase. Da hat das Büro A-K einfach auch mal zu. Aus ohnehin schon unverschämten vier Tageswochen wird in dieser Woche eine drei Tageswoche, während ein Büro einfach gänzlich den Dienst verweigert.

Dass morgen der Ansturm auf das eine, offene Büro, dann von den Kandidaten A-Z, besonders groÜe sein wird, ist wahrscheinlich von mir nur wieder der Schuss zu viel Pessimismus, der mir gerne mal unterstellt wird.

Ernsthaft: In Zeiten von Studiengebühren, die ich, obwohl ich noch nicht weiÜ, wie ich die Miete im kommenden Monat bezahlen soll, ausdrücklich unterstütze, sind das doch keine haltbaren Zustände. Zugutehalten muss man der Uni aber, dass sie erst vor Wochen die Studiengebühren erhoben hat. Übrigens möchte ich an dieser Stelle jetzt auch nicht hören, dass Studiengebühren dafür nicht eingesetzt werden dürften. Der Quatsch hängt mir lang den Hals raus.

Unterdessen wächst und wächst meine Magisterarbeit. Ich habe mir die Kritik aus den Kommentaren meiner letzten Einträge versucht zu herzen zu nehmen. Ich fürchte aber ohne Erfolg. Ich glaube Gras wächst schneller und ist auch viel spannender beim Wachstum zu zuschauen. Dennoch habe ich jetzt 26 Seiten geschrieben. Ich kann nur hoffen, dass der Auswertungsteil schneller zu schreiben ist, als dieser olle Theorieteil. Immerhin ich brauche “nur” noch ca. 15-20 Seiten davon und mein Bergfest, die Seite 40, ist fest im Visier. Doch die Zeit verfliegt förmlich und mir ist es fast unmöglich an mehr als zwei Tagen in Folge mich mit diesem Quatsch zu beschäftigen.

An dieser Stelle möchte ich aber allen Danken, die erstens soviel Anteil an mein für mich ach so schweres “Schicksal” nehmen und zweiten denen, die an einer der beiden Befragungen schriftlich oder via Internet teilgenommen haben. Also, vielen Dank!

Best Wisches

1 Kommentar von "Das Magisterprüfungsamt"

  1. Stefan's Gravatar Stefan
    20 August 2007 - 7:02 pm | Permalink

    Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn man der lieben Dame im Magisterprüfungsamt seine Arbeit vorlegen kann – da kann sie sich in den Hintern beiÃ?en und darauf freuen, dass sie bald wieder frei hat: Mich hat das nicht gestört. Einfach schön, das hinter sich zu haben. Welcher Lebensabschnitt in der Zukunft wird ein solch befriedigendes Ende finden?

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