Dresden vs. Münster

GroÜ war mein Versprechen und der Wille war auch da, aber das Fleisch, das Fleisch…

Ich bin in Dresden. Und eigentlich wollte ich täglich über das Erlebte hier berichten. Jetzt sind schon 14 Tage rum und ich kann schon wieder Bergfest meines Aufenthaltes feiern.

Zur Zeit mache ich ein Praktikum beim SPIESSER. Eine tolle Zeitung, eine tolle Idee, eine tolle Entwicklung und sehr, sehr nette Kollegen, die mich hier empfangen haben. Nein, ich schreibe das nicht, weil mich mein Chefredakteur und Radio-Vorstandskollege Peter dazu zwingt. Ich tue dies, weil ich ein absolut reines Gewissen habe (*pling* 3 Euro ins Phrasenschwein). Und so viel Werbung sei an dieser Stelle noch erlaubt. Ab dem 10. September gibt es den SPIESSER an über 15.000 Schulen in ganz Deutschland. Die bundesweite Auflage beträgt dann 1.000.000 Exemplare.

Kaum war ich drei tag dort, schon war ich im Fernsehen. Wahnsinn! Das ARD-Morgenmagazin war da. Wer genau hinschaut sieht mich im ersten Take gefühlte zwei Stunden, aber wahrscheinlich nur tatsächliche 2 Sekunden. Aber so fängt es an mit der Berühmtheit… Nur gut, dass nicht die Probe des dritten Takes gefilmt wurde, denn da hab ich mich mal ordentlich blamiert. Memo an mich: Niemals nicht, wenn das Fernsehen da ist, träumen und über komplexe Dinge sinnieren, denn der Mann mit der Gurke in der Hand lauert überall. Und so bekam ich auf zwei gestellte Fragen auch nur zwei Worte raus: “Gut” und “doch”. Zu meiner Ehrenrettung sei noch gesagt, dass der Moderator ne Pfeife war, mir geschlossene Fragen gestellt hatte und dass ich den roten Faden, der sich durch alle Takes zog, nicht kannte und auch nicht kennen konnte. Trotzdem habe ich mich selten Wortkarger erlebt als in jenen dunklen Sekunden als das ARD-Mikro auf mich zeigte. Aber es wurde ja zum Glück nicht gesendet…

Dresden ist eine tolle Stadt. Ehrlich gesagt hätte ich nicht geglaubt, das so zu schreiben. Recht unwirklich kam ich mir bei meiner Ankunft vor nun gut 14 Tagen vor. Viele alte Gebäude standen direkt an der Elbe (sie stehen da übrigens immer noch, wer will mich besuchen kommen?) und das Wetter war sehr sonnig und warm. Erinnerungen wurden wach an meinen ersten Besuch in Münster, als das tolle Wetter und ein sonnendurchfluteter Schlossplatz mit vielen Studentinnen mir die Entscheidung nach Münster zu gehen recht einfach machte. Ob Dresden nun das gleiche mit mir vor hat?

Gleich am ersten Abend bin ich dann alleine durch die historische Altstadt gelaufen. In einer Gasse bildete sich schnell eine Menschenkette, der ich mich nicht entziehen konnte. Sie führte in ein groÜes rundes Gebäude. Nicht wissend was mich erwartete, ging ich einfach mit und plötzlich und unerwartet stand ich in der Frauenkirche, die ich nach kurzen ungläubigen (haha Wortwitz) Blicken auch als solche ausmachte. Ein tolles Gebäude!

Am ersten Wochenende war ich in der Semper Oper. Leider ist hier gerade auch Sommerpause, aber Führungen werden fast täglich angeboten. Auch der Besuch hat sich mehr als gelohnt. Und allen Touristen und unwissenden Menschen sei gesagt, dass dort KEIN Bier gebraut wird. Es ist nur Fernsehen und das Radeberger Pils wird woanders gebraut. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass man vielleicht so manche Oper nur mit Bier ertragen kann. Ja, ich weiÜ, ich bin ein Banause. Wäre keine Pause, ich würde mir auch mal eine Oper antun.

So vieles könnte ich noch schreiben, aber vermutlich ist mir bis hier wahrscheinlich schon keiner mehr gefolgt. Ein Highlight habe ich aber noch. Neben mir gibt es noch einen Menschen, der hier ein Star ist und die Fahnen Münster ganz, ganz hoch hält: Roland Kaiser. Leider habe ich davon zu spät erfahren, aber zum Auftakt der Film- und Konzertnächte am Elbufer gab er hier ein viel umjubeltes Konzert. Ebenfalls hoch im Kurs hier: Andi Borg und Florian Silbereisen. Für dich das Paradies, Tim!

Bald mehr von hier, dann sicher auch noch was zu den Menschen, denn die haben wirklich Spannendes zu bereichten. Gelebte deutsch-deutsche Geschichte…

Best Wisches

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