Links vs. Rechts

Münster hat gewählt. Naja zumindest die Studierenden der Universität. Das waren immerhin 38.000 Studis. Leider hat nur jeder Vierte von denen gewählt. Verglichen mit anderen Universitäten ist die Wahlbeteiligung richtig gut, kann aber dennoch nicht zufriedenstellend sein. Andererseits wenn man sich die Hochschulpolitik in Münster anguckt, sind 25 % gerade zu sensationell. Langjährig bin ich bei der traditionellen Auszählung am Freitagabend dabei. In den letzten Jahren habe ich für Radio Q immer wieder darüber berichtet. In diesem Jahr stand ich auf der anderen Seite. Nein, keine Angst ich stand nicht zur Wahl, sondern gehörte zu der Gruppe der Organisatoren. Als sogenannter Dauerspringer spempelte ich Wahlzettel, gab die Stimmen in den PC ein und machte, was sonst noch so anstand. Gewonnen hat am Ende die Juso Hochschulgruppe, kurz JusoHSG. Neun von 31 Sitze im neuen Studierendenparalment konnten sie erreichen. Noch ganz ordentlich dabei war der RCDS mit 8 Sitzen. Nur noch fünf Sitze erreichte die Uni-GAL. Die LSI (Liberal, sozial und Innovativ für Münster) erreichte wie im Vorjahr lediglich 2 Sitze. Alle anderen Sitze entfiehlen auf andere Listen.

Verwunderlich war das Ergebnis eigentlich nicht. Die JusoHSG machte die gesamte Woche über Wahlkampf an den wichtigen Stellen der Stadt und “kämpfte” damit alle anderen nieder. Das war einfach gute Arbeit.

Fraglich ist jedoch, ob sich wirklich was ändert mit diesem Ergebnis. Noch in diesem Monat muss über das Semesterticket entschieden werden. Eigentlich ist das Studierendenparalment (SP) dagegen, aber wahrscheinlich muss es sich dem öffentlichen Druck beugen und das Angebot des FH-AStA und der Stadtwerke Münster annehmen. Wann dann ein neuer AStA-Vorsitzender gewählt wird, ist ebenfalls offen. In den letzten Jahren dauerte es zunächst bis in den Frühjahr, in diesem Jahr sogar bis zum Hochsommer, bis ein neuer Vorsitzender gewählt wurde. Ein Umsetzen des Wählerwillens sieht anders aus! Hinzu kommt, dass nach dieser Wahl die Koalitonsfrage offner denn je scheint. Eine Koalition aus JusoHSG und RCDS würde sich anbieten, doch haben sich mindestens die Vertreter des RCDS durch ihr Verhalten am Auszählungsabend für die Hochschulpolitik disqualifiziert. Würde man diesen Abend und so manche SP-Sitzung als EntscheidungsmaÜstab dafür nutzen, wäre der Kreis derer, die wirklich was in der Politik zu suchen haben, sehr sehr klein. Seriöses, verantwortungsvolles Auftreten sieht anders aus.

Vielleicht bekommen wir also bald einen neuen AStA-Vorsitzenden einer anderen Liste. Was wir aber eigentlich bräuchten wären neue Leute in der Hochschulpolitik, die anders auftreten und sich entsprechend verhalten. Vielleicht lieÜe sich so die Wahlbeteiligung steigern.

Und liebe Uni-GAL: Wer so niveaulos die Radio-Übertragung der Auszählung kritisiert, sollte sich zunächst an die eigene Nase fassen. Immer schön zuerst vor der eigenen Tür kehren!

Best Wisches

2 Kommentare von "Links vs. Rechts"

  1. 7 Dezember 2006 - 9:28 pm | Permalink

    Da würde mich ja mal interessieren, womit sich der RCDS disqualifiziert hat und was die Uni-GAL an der Radio-�bertragung der Auszählung zu kritisieren hatte.

  2. 7 Dezember 2006 - 9:47 pm | Permalink

    Schau mal auf die Seite der Uni-Gal…
    Ansonsten sag ich nur unverschämtes Auftreten, Gegenparty veranstalten und am Ende musste einer mit nem RTW ins Krankenhaus…

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