Schröder vs. Westerwelle

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Kommende Woche erscheint das Schröder-Buch. Für den SPIEGEL Anlass genug ihn auf den Titel ihrer neuen Ausgabe zusetzen und ein langes Interview zu führen. Jenes Interview kann aber bereits heute im Internet bei SPIEGEL-Online nachgelesen werden. Darin gibt er ein paar nette Einblicke. Einfach sei es nicht gewesen sich von heute auf morgen von der Politik verabschieden zu müssen. Und man sei sofort wieder Privatmann, wenn man nicht mehr Kanzler sei. Deswegen und weil erst 62 sei und noch ein paar Jahre arbeiten müsse (wohl wegen der Rente), habe er sofort wieder angefangen zu arbeiten.

Aber natürlich ging es auch über die letzten Tage seiner Amtszeit. Dabei machte er vor allem die Gewerkschaften für das Scheitern seiner Amtszeit verantwortlich. Und dabei ging es ihm weniger – genauso wenig übrigens wie der FDP – darum, die Gewerkschaften als Institution zu verteufeln, als vielmehr die Führungsspitzen jener so genannter Interessensvertretungen. Konkret nannte Schröder Herrn Sommer und Herrn Peters. Sie würden gegen die Menschen Interessen vertreten und hätten dabei lediglich Funktionärsinteressen im Blick. Wie recht er hat. Und nichts anderes hat in der Vergangenheit Westerwelle und die FDP kritisiert.

Mit anderen Worten: Im Alter kann auch noch ein sozialdemokratischer Altkanzler weise werden. Na das macht Mut. Und ich sehe schon Westerwelle und Schröder Arm in Arm auf Wahlkampfveranstaltungen. Denn Schröder schloÜ in dem Interview nicht aus vielleicht noch mal ein bisschen Wahl zu kämpfen. Wenn ihm die Inhalte und die Personen gefallen… Dann kann er doch jetzt für Herrn Westerwelle kämpfen.

Best Wisches

1 Kommentar von "Schröder vs. Westerwelle"

  1. 23 Oktober 2006 - 8:55 pm | Permalink

    Sie sind ja Brüder im Geiste! Der eine hat immer Neuwahlen gefordert, der andere einfach welche gemacht!

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