Danke

Endlich passiert hier wieder etwas. So eine Hochzeit ist dann doch noch viel mehr Vor- und Nachbereitung als gedacht. Und dass erst in dieser Woche die letzten Danksagungen für die Karten, Geschenke und Glückwünsche rausgehen, ist keine Böswilligkeit, sondern dem stressigen Alltag geschuldet. Aber ab jetzt geht dann auch die Vorbereitung für die kirchliche Hochzeit los.

Der Termin ist gemacht, die Kirche renoviert, der Photograf ausgewählt. Klingt alles total simple, ist es aber nicht. Und die vielen Details (Einladungen, Deko, Auto, Kleid, Anzug) hab ich noch gar nicht erwähnt. Aber mit der Vorbereitung steigt auch die Vorfreude – das ist doch auch was…

Bilder von der standesamtlichen Hochzeit

Es stimmte einfach alles an diesem Tag: Obwohl es schon Oktober war, hatten wir bei unserer standesamtlichen Hochzeit einen der schönsten Sommertage des Jahres. Hier gibt es nun ein paar Eindrücke:
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Warum eigentlich Nordkirchen?

Es ist keine Woche mehr, dann ist das erste Ja-Wort fällig. Wenn ich dieser Tage erzähle, dass ich in Nordkirchen auf dem Schloss heirate, werde ich zumindest gefühlt komisch angeguckt. “Oh, das ist aber posh”, ist das Gefühl, was mir durch den Blick meines Gegenübers suggeriert wird. Dabei ist es eigentlich eher ein Zufall, dass wir im Trautürmchen des Schlosses heiraten.

Schon in den ersten Überlegungen unserer Hochzeit gab es ein Vereinbarung, dass, wenn wir die standesamtliche und die kirchliche Hochzeit trennen, wir dann zumindest eines von beiden in unserer Heimat Münster machen wollen. Da es meiner Freundin stets sehr wichtig war, in einer schönen und kleinen Kirche zu heiraten, gingen wir beide davon aus, gerade bei der Ürtlichkeit für die kirchliche Trauung flexibel sein zu müssen. Also konzentrierten wir uns bei der Standesamtlichen auf die Stadt Münster.

Doch zunächst einmal stand die Terminplanung auf dem Programm. Wenn man Beruf, Studium, Familie aus ganz Deutschland und ein paar Freunde und Bekannte berücksichtigen will, wird der Terminkalender ganz schnell sehr eingeengt. Am Ende blieb fast nur noch dieser 1. Oktober, also kommenden Samstag.

Damit in der Tasche, wanderten wir zum Standesamt nach Münster – einer unser ernüchternsten Termine. Wir kamen raus und da waren sie wieder, unsere drei Probleme: Wir hatten keinen Termin, keinen Ort und auch die Vorstellung mit unserem neuen Familiennamen war auch ad acta gelegt.

Der groÜe Trausaal im Lotharinger Kloster stand am 1. Oktober nicht zur Verfügung. So ein Mist. In unserer Verzweifelung riefen wir dann in Nordkirchen an, denn dort wussten wir, dass Termine flexibler – gegen Aufpreis versteht sich – vergeben werden.

Dort hatte man noch genau einen Termin am 1. Oktober auf Schloss Nordkirchen frei. Wir haben sofort zugeschlagen…

So kommt es, dass wir auf einem Schloss heiraten, obwohl wir eigentlich in ein Kloster wollten. Ach, die kirchliche Hochzeit feiern wir übrigens im August 2012 in der Dyckburgkirche in Münster. Das ist aber noch mal eine ganz andere Geschichte, die zu anderer Zeit aufgeschrieben wird.

Ein Ring sie zu knechten

Guter Rat ist teuer, nicht nur der, sondern auch Eheringe. Welches Material, welche Farbe, mit Steine oder ohne, mit Fuge oder ohne, das sind die entscheidenden Fragen, die ein Juwelier so stellt. Aber noch viel schlimmer als das: Jeder stellt erst einmal fest, dass das gerade ein sehr schlechter Zeitpunkt ist Gold zu kaufen. Tja, die einen sagen so, die anderen so… Klar würden wir uns auch wünschen, wenn der Goldpreis niedriger wäre, aber das Leben ist eben kein Wunschkonzert. Da müssen wir jetzt durch. Denn in jedem Fall ist die Investition in Gold und in Eheringe eine Investionen fürs Leben – idealerweise.

Aber vielleicht wird es ja auch kein Gold, sondern Platin. ÜuÜerlich scheint es zwischen WeiÜ-Gold und Platin keinen Unterschied zu geben, die die Mehrkosten rechtfertigen. Doch Platinringe zu haben, wäre schon schön, oder? Schnell wird diese Entscheidung  zu einer grundsätzlichen. An welchen Stellen ist bei einer Hochzeit das Sparen erlaubt? Und wo eben nicht? Wie so oft im Leben scheint es hier keinen goldenen Mitteleweg zu geben. Also bleibt nur noch eins: Entscheidung vertagen. Hochzeitsvorbereitungen sind manchmal nicht anders als der politische Alltag.

Immerhin eine Entscheidung ist schon gefallen. Unsere Ringe werden in Münster beim Goldschmied Müller-Tenckhoff gemacht. Zumindest darauf konnten wir uns schon einigen. Über alles andere muss der voreheliche Familienrat noch einmal diskutieren. Es bleibt spannend.